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Stefan Lozar

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Plata o plomo - Kolumbien

Franz Konrad / Stefan Lozar / Stefan Schmid

 

Ausstellung über eine Reise durch viele Teile Kolumbiens. Vernissage: Sa. 2. Juni um 19:00 Uhr
Finissage: Sa. 9. Juni um 19:00 Uhr

Ausstellungsdauer: 2 – 9. Juni 2018
Telefonische Anmeldung: 0699 18172605
Mail: schaumbad@mur.at  

Die Bilder über Land und Leute teilen sich durch die subjektiven  Erfahrungen der drei Reisenden in verschiedene Ansichten, aber ergeben zusammen gesehen ein gemeinsames Ganzes.

Franz Konrad (Maler), Stefan Lozar (Fotograf) und Stefan Schmid (Filmemacher) verbrachten gemeinsam einen  Monat in Kolumbien. Mitgebracht haben sie Zeichnungen,  Fotografien und einen Film.  

Plata o plomo bedeutet soviel wie Silber oder Blei, Geld oder Leben,Alles oder Nichts und ist ein Spruch, der von einem der grössten Drogenbarone Kolumbiens stammt. Kolumbien hat eine besonders brutale und schlimme Vergangenheit. Das Leid, welches den Menschen dort zugefügt wurde, steckt noch tief in ihrem Bewusstsein und lässt sich spüren – an vielen Orten und in den Gesprächen mit den Einheimischen. Alle hoffen auf längerfristigen Frieden, viele meinen auch, dass es ab jetzt klappen könnte und das Schlimmste vorbei ist. Christo viene pronto - Christus wird bald erscheinen und allen helfen.Die Religion und die damit verbundene Praxis in Kult und Lebensform helfen den Menschen dort, Mut und Zuversicht nicht zu verlieren.

Was wir erlebt haben, war meist atemberaubend: ob am Orinoco, dem viertgrössten Fluss der Welt zu fahren und die urgewaltigen  Felsformationen zu sehen, oder durch den Dschungel zu waten und den Klängen der artenreichen Tierwelt zu lauschen. Auch das rege Leben und der Trubel in Städten wie Bogotá, Medellin, Santa Marta oder Cartagena  zu erleben bleibt noch lange in Erinnerung. 

Viele Teile des Landes sind nur spärlich bewohnt, dort leben Menschen mit indigener Abstammung. In den Bergen der Sierra Nevada waren wir bei den Ika in einem Dorf mit tragischer Geschichte. Am Orinoco, grenzend zu Venezuela, leben die Piaroa,  sie leben vom Handel, Fischfang und dem Anbau von verschiedenen Getreidearten und Früchten. An der Karibikküste in Städten wie Santa Marta oder Cartagena, seinerzeit Drehscheiben für Handel, Sklaverei und Piraterie, gibt es mittlerweile viel Tourismus und Hochhäuser schiessen aus der Erde wie Pilze. Kolumbien ist ein Land geprägt von Gegensätzen, einerseits fremd und schwer verständlich, dann aber wieder fast so wie daheim, ja sogar noch schöner als daheim.

Kolumbien scheint sehr viel aushalten zu können aber wieviel Ausbeutung können Land und Leute noch ertragen? Fragen und Befürchtungen, die schon eher als arrogant zu deuten sind als besorgt zu sein. Denn was gibt uns das Recht, über das Wohlbefinden anderer Menschen in anderen  Ländern zu bestimmen und zu urteilen. Leben wir selbst denn besser oder gar fortschrittlicher? 



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Foto: Stefan Lozar
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